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Nicki Minaj – so war das Konzert

nicki minaj tour

Das war er nun also gewesen, mein “Pink Friday” an einem Samstagabend. Es war ein Abend voller Handys und Kameras, voller Menschen und mit ganz viel Nicki Minaj (29). Doch fangen wir von vorne an. Zu Ostern bekam ich die Karten für Nickis einziges Deutschlandkonzert geschenkt und freute mich schon Monate darauf.

Pünktlich um 19:00 war Einlass und die Leute rannten im Tempodrom um die Wette. Schließlich sind die Plätze vor der Bühne heiß begehrt. Da standen wir nun alle in Reih und Glied und warteten darauf, dass es losgeht. Jeder positionierte sich so, dass er auch über die Schulter des Anderen gucken konnte oder durch die Köpfe etwas sah. Doch dann passierte es. Ein Mädchen fiel einfach um!! In Mitten der Halle!! ohne dass irgendetwas von der Show schon passiert war. Nach fünf Minuten schafften die Sanitäter es endlich, sie rauszutragen und ab diesem Moment wurde geschupst, gedrängelt und gedrückt. Schließlich war ja nun eine Lücke da, die man füllen wollte.

Da stand ich nun, eingequetscht für mehrere Stunden. Zu meiner Linken standen die Jolileserinnen. Woher ich das weiß? Ganz einfach sie haben, sie ja gelesen als der Voract “Grizzly Adams” pünktlich 20 Uhr loslegte und uns in die 90er Jahre entführte. Ab und an schummelte sich dann aber doch ein 2000 Song mit rein, das erkannte man daran, dass die Leute plötzlich mitsangen und irgendwann schlagartig aufhörten, als das Lied endete.

Ach ja und zu meiner Rechten standen, die “schüchternen” Mädchen, die bei dem Wort “Penis” (welches Nicki während ihrer Show benutzte) rot anliefen und gackerten. Allerdings trugen sie einen Hauch von durchsichtiger Bluse mit gelbem BH “weniger schüchtern”?!

Aber eine Person ist mir besonders ins Auge gefallen. Der gelangweilte Pressefotograf, der immer um den DJ tänzelte und dann neben ihm, seine FB-Nachrichten checkte. Doch kann er noch viel mehr, außer Bilder machen. Kurz vor 20:45 lief er zurück zum DJ, flüsterte ihm etwas ins Ohr und zwei Minuten später, nahm der DJ seine Hände von den Platten, legte die Kopfhörer ab und räumte sein Equipment ein. Dies geschah alles, während sein letzter Song noch lief. Das war definitiv der schlechteste Voract, den ich bisher gesehen habe, dass sahen die Leute hinter mir auch so.

Doch dann kam sie. Gegen 21:10 fiel endlich der weiße Vorhang und da stand sie nun. NICKI MINAJ. WOW ist die Frau, hübsch, professionell und sooo verdammt klein?!? Die Hände wurden hochgerissen und alles was ich sah, waren Handys, Kameras, der Rücken von dem Mädel was unbedingt huckepack genommen werden musste vom Freund (sie 1,70 und er 1,90) und blonde Haare. Und dann brach es auch schon los das GEKREISCHE. WOW war das eine Stimmung, so etwas habe ich zuletzt beim Britney Konzert in den USA erlebt. Die Songs wurden alle mitgesungen und getanzt. Die Pausen, in der sie sich umzog (geschah dreimal), sollten uns von einem DJ mit ihren Songs versüßt werden. Allerdings blickten wir gefühlte 10 Minuten auf eine Einbildkulisse, bestehend aus LED-Wänden. Irgendwann kam sie dann aus dem Zelt heraus und sang fröhlich mit.

Was man ihr hoch anrechnen muss, ist definitiv ihre Professionalität. So nahm sie sich viel Zeit für ihre Fans, unterschrieb Plakate, warf Merchandiseprodukte ins Publikum und machte Fan Sascha sehr glücklich. Dieser bekam die Gelegenheit mit ihr zusammen zu singen. Nach fast 90 Minuten war das Programm auch schon zu Ende, mit “Super Bass” verabschiedete Nicki sich. Ihre Fans forderten zwar eine Zugabe, aber zu einem weiteren Song konnte sie sich nicht so recht begeistern. So huschte sie nochmal im Bademantel über die Bühne und verschwand darauf wieder.

Und das war er nun gewesen, mein “Pink Friday” am Samstag. Was ich sagen kann, ist das es nichts desto trotz ein toller Abend war und Nicki Minaj einen großartigen Job geleistet hat. Sie heizte die Menge an und gab alles, jedoch mangelte es dem Veranstalter offensichtlich etwas an Professionalität.

Ach von dem Merchandise rede ich lieber nicht, da war ich super enttä;uscht. Darum setz ich nun lieber wieder meine pinkyglasses auf und hör mir “Pink Friday” nochmal an :)

Foto: Promin-Ente.de

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